Foodtrends sind Gerichte, Getränke oder Zubereitungsarten, die sich über soziale Medien wie TikTok oder Instagram schnell verbreiten. Oftmals beginnt ein Foodtrend mit einem Beitrag eines Influencers oder eines Nutzers, der eine neue Idee vorstellt. Wenn diese Idee viele Menschen anspricht, wird sie geteilt, nachgekocht und in weiteren Beiträgen gezeigt. Beispiele für solche Foodtrends sind die Feta-Pasta, bei der ein Block Feta-Käse mit Kirschtomaten im Ofen gebacken und dann mit Pasta vermischt wird. Ein weiteres Beispiel ist Cloud Bread, ein sehr leichtes, fluffiges Brot, das hauptsächlich aus Eiweiß, Zucker und Maisstärke besteht. Der sogenannte Swicy-Trend kombiniert süße und scharfe Geschmacksrichtungen in Gerichten oder Snacks.
Die Beliebtheit von Foodtrends hat mehrere Gründe. Ein wichtiger Faktor ist die Einfachheit vieler Trendrezepte. Oftmals benötigen sie nur wenige Zutaten und sind schnell zubereitet. Dies macht es leicht, die Trends zu Hause nachzumachen. Ein weiterer Grund ist die visuelle Attraktivität. Spektakuläre Farben, ungewöhnliche Texturen oder die Art der Zubereitung machen die Gerichte oft sehr ansprechend für Fotos und Videos. Dies fördert das Teilen in sozialen Medien und lässt Trends viral gehen. Das Gemeinschaftsgefühl spielt ebenfalls eine große Rolle. Durch Challenges oder das gemeinsame Ausprobieren von Rezepten entsteht eine Art digitaler Austausch.
„Die visuelle Präsentation und die Einfachheit der Zubereitung sind oft Schlüssel zum Erfolg eines Foodtrends.“
Eine kritische Betrachtung der Nährwerte vieler Foodtrends ist wichtig. Einige Trendgerichte enthalten große Mengen an Zucker, Fett oder Salz. Zum Beispiel können viele Desserts oder Snacks, die viral gehen, einen hohen Zuckergehalt haben, um einen besonders intensiven Geschmack zu erzeugen. Bei anderen Rezepten wird viel Käse oder Öl verwendet, was den Fettgehalt erhöht. Eine einseitige Ernährung, die sich stark an solchen Trends orientiert, kann langfristig ungünstig für die Gesundheit sein. Es ist ratsam, die Zutatenliste und die Nährwerte zu prüfen.
Foodtrends können auch zu Lebensmittelverschwendung führen. Wenn viele Menschen Trends nur aus Neugier einmal ausprobieren, ohne die zubereiteten Speisen dann vollständig zu essen, bleiben Reste übrig. Dies gilt besonders für ungewöhnliche Rezepte oder solche, die große Mengen bestimmter Zutaten erfordern, die anschließend nicht weiterverwendet werden.
„Oft werden Foodtrends nur einmal ausprobiert, was zu unnötiger Lebensmittelverschwendung führen kann.“
Zudem kann der Druck entstehen, immer die neuesten Trends mitmachen zu müssen. Die perfekten Darstellungen von Influencern und anderen Nutzern können unrealistische Erwartungen wecken. Nicht jeder hat die Zeit, das Budget oder die Fähigkeiten, um jedes Trendgericht fehlerfrei nachzubilden. Dies kann zu Frustration führen oder das Gefühl vermitteln, nicht mithalten zu können.
Trotz der potenziellen Nachteile bieten Foodtrends auch Inspiration und Möglichkeiten, Neues auszuprobieren. Sie können zu kreativen Kochideen anregen und zeigen, wie vielfältig Speisen sein können. Ein bewusster Umgang bedeutet, nicht jedem Trend blind zu folgen. Es ist hilfreich, kritisch zu hinterfragen, ob ein Trendrezept zu den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben passt. Das Prüfen der Zutaten, das Anpassen von Rezepten an gesündere Alternativen oder das Verwenden von Resten sind gute Strategien. So lassen sich die positiven Seiten der Foodtrends nutzen, ohne die negativen Effekte zu riskieren.