Kommunikation bildet die Basis menschlichen Zusammenlebens und ermöglicht den Austausch von Informationen, Gedanken und Gefühlen. Dieser Austausch geschieht auf verschiedene Weisen.
Die verbale Kommunikation umfasst alle gesprochenen und geschriebenen Worte. Sie ist direkt und in der Regel präzise, da sie auf einer gemeinsamen Sprache basiert. Beispiele sind ein Gespräch, eine SMS oder ein Vortrag.
Die nonverbale Kommunikation bezieht sich auf Signale, die ohne Worte gesendet werden. Dazu gehören Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickkontakt und der persönliche Abstand zu anderen. Diese Signale können verbale Botschaften verstärken oder ihnen sogar widersprechen.
Die paraverbale Kommunikation beschreibt die Art und Weise, wie etwas gesagt wird. Sie beinhaltet Aspekte wie Stimmhöhe, Lautstärke, Sprechtempo, Sprachmelodie und Betonung. Der Tonfall kann die Bedeutung einer verbalen Aussage stark verändern.
Das Eisbergmodell veranschaulicht, dass Kommunikation nicht nur aus dem offensichtlichen Inhalt besteht. Es trennt die Kommunikation in einen bewussten und einen unbewussten Bereich, ähnlich einem Eisberg, von dem nur ein kleiner Teil sichtbar ist.
Der sichtbare Teil, die Sachebene, macht etwa 10-20 Prozent der Kommunikation aus. Hier geht es um Fakten, Daten und den reinen Informationsaustausch. Wenn eine Person fragt: "Wie spät ist es?", gehört dies zur Sachebene.
Der unsichtbare Teil, die Beziehungsebene, liegt unter der Oberfläche und bildet den Großteil der Kommunikation, etwa 80-90 Prozent. Diese Ebene umfasst Gefühle, Wünsche, Einstellungen, Werte und die gegenseitige Wahrnehmung der Gesprächspartner. Auf dieser Ebene entscheidet sich, wie die Nachricht der Sachebene aufgenommen und interpretiert wird.
Die Beziehungsebene beeinflusst maßgeblich, wie die eigentliche Nachricht verstanden wird.
Ein Beispiel: Die Frage "Wie spät ist es?" kann je nach Beziehungsebene unterschiedliche Bedeutungen haben. Sie kann rein informativ sein, aber auch Ungeduld, Desinteresse oder das Gefühl, nicht beachtet zu werden, ausdrücken, wenn der Tonfall oder die Situation es andeuten.
Das 4-Ohren-Modell, auch Kommunikationsquadrat genannt, geht davon aus, dass jede Nachricht vier Botschaften gleichzeitig enthält. Ein Sender verschickt eine Nachricht mit vier "Schnäbeln", und der Empfänger hört mit vier "Ohren".
Beispiel: Ein Schüler sagt zu einem Mitschüler: "Das Fenster ist offen."
Paul Watzlawick und seine Kollegen entwickelten fünf Axiome, grundlegende Gesetzmäßigkeiten menschlicher Kommunikation.
Man kann nicht nicht kommunizieren.
Jedes Verhalten, auch Schweigen oder Passivität, ist eine Form der Kommunikation und hat eine Botschaft.
Man kann nicht nicht kommunizieren.
Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
Der Inhaltsaspekt vermittelt Daten und Fakten. Der Beziehungsaspekt sagt aus, wie die Gesprächspartner zueinander stehen und wie der Inhalt gemeint ist. Der Beziehungsaspekt ist dabei oft wichtiger als der Inhaltsaspekt.
Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe bedingt.
Kommunikationspartner strukturieren den Gesprächsverlauf unterschiedlich, indem sie Anfang und Ende festlegen und Ursache und Wirkung zuschreiben. Dies führt oft zu Missverständnissen, da jeder sich selbst als Reaktion auf den anderen sieht.
Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
Digitale Kommunikation ist verbal und logisch (z.B. Worte). Analoge Kommunikation ist nonverbal und bildhaft (z.B. Mimik, Gestik). Beide Formen ergänzen sich, können aber auch in Konflikt geraten, wenn verbale und nonverbale Signale widersprüchlich sind.
Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär.
Symmetrische Kommunikation basiert auf Gleichheit und Spiegelung des Verhaltens (z.B. zwei Freunde im Streit). Komplementäre Kommunikation beruht auf Unterschieden und Hierarchie, bei der ein Partner die Oberhand hat (z.B. Lehrer und Schüler in einer Anweisungssituation).

Das Eisbergmodell der Kommunikation