Abholzung heizt die Erde an
Die grüne Lunge unseres Planeten ist in Gefahr. Jede Minute verschwinden riesige Waldflächen, insbesondere im Amazonasgebiet, was die bereits spürbare Klimakrise massiv anheizt. Während Wissenschaftler:innen eine globale Erwärmung von über 1°C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit messen, beschleunigt der Verlust der Wälder diesen gefährlichen Trend zusätzlich. Bäume sind nämlich gigantische Kohlenstoffspeicher, deren Zerstörung durch Rodung oder Brandstiftung das gespeicherte CO2 freisetzt und so das empfindliche Gleichgewicht unseres Klimasystems stört.
Der wissenschaftliche Zusammenhang ist eindeutig: Wälder binden durch den Prozess der Fotosynthese das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre. Werden sie jedoch gerodet, um Platz für riesige Plantagen oder Viehweiden zu schaffen, entweicht dieser gespeicherte Kohlenstoff wieder und verstärkt den Treibhauseffekt. Schätzungen zufolge ist die Entwaldung für rund zehn Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Hauptursachen sind die Umwandlung von Wald in Agrarflächen für den Anbau von Soja und Palmöl sowie für die Rinderzucht, aber auch illegaler Holzeinschlag trägt zur Zerstörung bei und vernichtet die Lebensräume unzähliger Tier- und Pflanzenarten.
Die Folgen sind verheerend und gehen über CO2-Emissionen hinaus, denn entwaldete Regionen leiden häufiger unter Dürren, da Wälder den Wasserkreislauf regulieren. Expert:innen warnen zudem vor dem Erreichen von Kipppunkten: So droht der Amazonas-Regenwald, von einer Kohlenstoffsenke zu einer Quelle zu werden, was die Erwärmung unumkehrbar anheizen würde. Um dies zu stoppen, sind politische Maßnahmen wie das EU-Gesetz gegen importierte Entwaldung und ein Umdenken im Konsumverhalten dringend erforderlich, um die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen zu sichern.





