FEM - Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege
Loading preview…
Choose a person for the case study.
How our AI templates work
Content gets adapted
Examples, texts and tasks match your focus.
Method & structure stay
The didactically reviewed structure of the template won't change.
Description
Zielsetzung: Das übergeordnete Lernziel ist die kritische Auseinandersetzung mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) in der pflegerischen Praxis. Die Lernenden sollen die rechtliche und ethische Tragweite dieser Eingriffe verstehen und die Fähigkeit entwickeln, hinter herausforderndem Verhalten unbediente Bedürfnisse zu identifizieren. Ein zentrales Ziel ist die Befähigung zur Ableitung alternativer, nicht-restriktiver Pflegeinterventionen sowie die Schulung einer wertschätzenden Kommunikation unter Zeitdruck.
Inhalte und Methoden: Das Arbeitsblatt bietet einen methodischen Rahmen, in dem die Thematik anhand eines variablen Fallbeispiels erarbeitet wird. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf der Definition von FEM als Ultima Ratio und der ethischen Reflexion.
Methoden:
- Variable Fallarbeit: Analyse eines austauschbaren Szenarios zur Identifikation von Freiheitsentzug und sozialer Isolation
- Hypothesenbildung: Erstellung einer Mindmap zur Interpretation von Bedürfnissen (z. B. Bewegungsunruhe, Hinlauftendenz)
- Argumentationstraining: Fachliche Begründung der Ablehnung von Fixierungen gegenüber Dritten
- Kommunikationstraining: Entwicklung deeskalierender und wertschätzender Aussagen für Belastungssituationen
- Visualisierung: Einsatz von Flussdiagrammen zur Darstellung von Kommunikationswegen im interprofessionellen Team
Kompetenzen:
- Fach- und Rechtskompetenz: Kenntnis der rechtlichen Voraussetzungen für FEM und die Fähigkeit, diese auf unterschiedliche Praxisszenarien anzuwenden.
- Analyse- und Reflexionskompetenz: Systematische Untersuchung von Verhalten als Ausdruck von Bedürfnissen und ethische Abwägung von Sicherheits- vs. Freiheitsbedürfnissen.
- Methodenkompetenz: Strukturierung von Entscheidungsprozessen und Handlungsalternativen durch grafische Darstellungsformen.
- Sozial- und Kommunikationskompetenz: Beherrschung einer gewaltfreien Kommunikation gegenüber Pflegebedürftigen sowie die Gestaltung eines professionellen fachlichen Austauschs (Übergabe/Arztgespräch).
Zielgruppe und Niveau:
Berufsschule