Frauen in der Geschichte

Frauen in der Geschichte

Zielsetzung: Die Lernenden setzen sich mit der Rolle der Frau zu einer gewählten Zeit auseinander und entwickeln ein Verständnis für die Erfolge und Herausforderungen von Frauen in der gewählten Zeit.

Inhalt und Methodik: Anhand von Textanalyse erfahren die Lernenden mehr über die Lebensumstände von Frauen in einer gewählten Zeit. Im Anschluss werden in zwei Rollenkarten Frauen der Zeit vorgestellt und ihre Erfolge, Herausforderungen und Rolle in der Geschichte beleuchtet. Die Ergebnisse werden in einer Tabelle festgehalten. Als Bonusaufgabe ist ein Video von "Terra-X" mit dazugehörigen Fragen zum Thema Fehlinterpretationen der Geschichte angefügt.

Kompetenzen:

  • Lesekompetenz stärken
  • Möglichkeiten und Grenzen individuellen und kollektiven Handelns in historischen Situationen erkennen
  • historische Sachverhalte rekonstruieren (Rekonstruktion)

Zielgruppe und Niveau: 7./8. Klasse (Unterstufe/Mittelstufe)

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Target group and level

7./8. Klasse (Unterstufe/Mittelstufe)

Subjects

PoliticsHistory

Frauen in der Geschichte

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Info

In diesem Arbeitsblatt beschäftigst du dich mit der Rolle der Frau im historischen Kontext. Du lernst die Lebensumstände kennen und erhältst von zwei bekannten Frauen einen Einblick in ihr Leben sowie ihre Erfolge und Herausforderungen.

Frauenwahlrecht in Deutschland: Erste Schritte

Deutschland, 20. Februar 1919

Liebe Anna,

Ich hoffe, es geht dir gut! Hier in Deutschland gibt es aufregende Veränderungen, besonders für uns Mädchen und Frauen. Die Erwachsenen reden viel über das neue Frauenwahlrecht. Am 12. November 1918 wurde bekannt gegeben, dass Frauen nun wählen dürfen, genau wie Männer. Das ist wirklich spannend, denn vorher durften nur Männer ihre Stimme abgeben. Die erste Wahl, bei der Frauen mitmachen konnten, war am 19. Januar 1919. Viele Frauen gingen wählen, sogar meine Mama und Tante.

In unserer Familie sprechen die Frauen oft darüber, wie wichtig diese Veränderungen sind. Meine Oma, die schon lange für Frauenrechte kämpft, ist besonders stolz. Sie kennt Frauen wie Clara Zetkin und Marie Juchacz, die viel für uns erreicht haben. Clara Zetkin hat sich für die Rechte der arbeitenden Frauen eingesetzt und Marie Juchacz war die erste Frau, die im Parlament eine Rede gehalten hat. Das war am 19. Februar 1919, also erst vor ein paar Tagen.

Aber nicht alles ist einfach. Einige Menschen glauben immer noch, dass Frauen weniger fähig sind als Männer. Meine ältere Schwester sagt, dass sich viel ändern muss, damit wir wirklich gleichbehandelt werden. Doch sie ist optimistisch und glaubt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.

Ich vermisse dich und hoffe, dass du bald zu Besuch kommen kannst. Es gibt so viel zu erzählen!

Liebe Grüße,

Deine Cousine Lisa

📋 Arbeitsauftrag

Beantworte die folgenden Fragen mithilfe des Briefes.

📋 Arbeitsauftrag

Lies dir die Erzählungen der beiden Frauen durch und markiere dir wichtige Aspekte zu ihren Lebensdaten, Erfolgen, Herausforderungen sowie ihrer Rolle in der Geschichte.

Marie Juchacz

Marie Juchacz
Mein Name ist Marie Juchacz, geboren 1879 in Landsberg an der Warthe. Ich bin eine deutsche Sozialreformerin und Politikerin der SPD. Frauen hatten in meiner Zeit kaum Rechte, daher habe ich mich für ihre Gleichstellung stark gemacht. Ein großer Erfolg war, dass ich 1919 als erste Frau im deutschen Parlament sprechen durfte. Das Frauenwahlrecht war ein bedeutender Schritt auf unserem Weg. Ich gründete die Arbeiterwohlfahrt, um sozial Schwache zu unterstützen. Vorurteile und Widerstände waren alltäglich, doch ich habe nie aufgegeben. Mein Engagement hat dazu beigetragen, die Gesellschaft gerechter zu gestalten. Ich bin stolz darauf, ein Teil der deutschen Geschichte zu sein und für die Rechte der Frauen gekämpft zu haben.

Clara Zetkin

Clara Zetkin
Ich bin Clara Zetkin, geboren 1857 in Wiederau. Als Politikerin und Frauenrechtlerin habe ich mich für die Rechte der Frauen eingesetzt, besonders in der Arbeiterbewegung. In meiner Zeit galten Frauen als weniger fähig, doch ich kämpfte für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht. Ich war Mitbegründerin des Internationalen Frauentags, um die Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Frauen zu lenken. Die politischen Herausforderungen waren groß, besonders die Widerstände gegen die Gleichstellung. Trotzdem habe ich nie aufgegeben, für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Frauen einzutreten. Mein Beitrag zur Geschichte liegt in der Förderung der Frauenrechte und dem Engagement für die Arbeiterbewegung.

💡 Bonus

In der faszinierenden Welt der Archäologie gibt es viele Entdeckungen, die unsere Sicht auf die Geschichte verändern. Lange Zeit galten bestimmte Rollenbilder als unverrückbar, doch wissenschaftliche Untersuchungen bringen die Wahrheit ans Licht. Ob Wikingerkriegerinnen oder steinzeitliche Künstlerinnen, die Vergangenheit zeigt uns, dass Frauen oft unterschätzt und ihre Leistungen übersehen wurden. Begib dich auf eine spannende Reise durch die Zeit, in der alte Vorurteile aufgedeckt und neue Geschichten erzählt werden!

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