Gruppenpuzzle - Phasen der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy

Gruppenpuzzle - Phasen der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy

Zielsetzung:

Das übergeordnete Lernziel des Arbeitsblattes besteht darin, den Schülerinnen und Schülern den Zusammenhang zwischen dem Modell der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy und pädagogischen Alltagssituationen verständlich zu machen. Die Schülerinnen und Schüler wiederholen die einzelnen Phasen des Modells arbeitsteilig im Rahmen eines Gruppenpuzzles und setzen sich dabei mit typischen Merkmalen der jeweiligen Entwicklungsphasen sowie deren Bedeutung für pädagogisches Handeln auseinander.


Inhalte und Methoden:

Das Arbeitsblatt behandelt das Modell der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy sowie zentrale Merkmale der einzelnen Phasen und deren Bedeutung für die pädagogische Praxis. Methodisch arbeiten die Schüler:innen im Gruppenpuzzle und erschließen zunächst Informationen zu einer Phase anhand von eigener Recherche. Die wichtigsten Inhalte werden mithilfe einer Tabelle strukturiert und anschließend in Form eines Informationsplakats zusammengefasst. In einer Präsentationsphase (Gallery Walk) betrachten die Schüler:innen die Ergebnisse der anderen Gruppen und halten zentrale Merkmale der verschiedenen Phasen fest. Eine abschließende Reflexionsaufgabe ermöglicht es, die eigene Gruppenarbeit mithilfe des Modells der Gruppenentwicklung einzuordnen.


Hinweis: Zur Bearbeitung des Arbeitsblattes wird für eine Recherche-Aufgabe der Zugang zum Internet benötigt.


Kompetenzen:

  • Fachkompetenz: Wiederholung und Vertiefung der Phasen der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy
  • Methodenkompetenz: Strukturieren von Fachinformationen und Visualisieren zentraler Inhalte
  • Sozialkompetenz: Zusammenarbeit und Kommunikation in Gruppenarbeitsprozessen
  • Reflexionskompetenz: Reflexion eigener Gruppenprozesse mithilfe eines theoretischen Modells


Zielgruppe und Niveau:

Schüler:innen in der sozialpädagogischen Ausbildung (z. B. angehende Erzieher:innen).

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Target group and level

Auszubildende im sozialpädagogischen Bereich

Subjects

Social PedagogyPedagogyPsychology

Gruppenpuzzle - Phasen der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy

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🧑🏼‍🏫Hinweise für die Lehrkraft

Das Arbeitsblatt ist als Gruppenpuzzle gestaltet.

Teile dafür die Klasse in 5 Gruppen nach den einzelnen Phasen ein.

Ziel: Jede Gruppe gestaltet ein Infoposter für je eine Phase des Modells nach Bernstein und Lowy.

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📋Arbeitsauftrag

Lesen Sie gemeinsam im Plenum die Lernsituation.

Wenn aus Fremden ein Team wird – Ferienfreizeit in Dänemark

Sie sind als Praktikant:in mit einer neu zusammengestellten Kindergruppe für eine Woche in einem Ferienhaus an der dänischen Küste. Viele Kinder kommen aus unterschiedlichen Gruppen der Einrichtung und kennen sich kaum. Am ersten Abend sitzen sie beim Ankommen steif auf den Sofas, manche halten ihre Rucksäcke fest. „Wie heißen die denn alle?“, flüstert Lina. Youssef starrt aus dem Fenster, Amina zieht an ihrem Pulli. Niemand beginnt ein Gespräch. Sie schlagen ein Kennenlernspiel vor, stellen Fragen, loben kleine Beiträge. Langsam trauen sich die Kinder, ihren Namen zu sagen, aber die Stimmung bleibt vorsichtig.

Am nächsten Tag beim Einteilen der Zimmer verändert sich die Atmosphäre. „Ich will mit Jamal in ein Zimmer, nicht mit denen da!“, ruft Leon und zeigt auf zwei ruhigere Jungen, Daniel und Minh. „Warum? Wir sind doch auch okay“, sagt Minh gekränkt. Sofia schiebt sich dazwischen: „Ich war zuerst im Viererzimmer!“ Mehrere Kinder reden durcheinander, einige stellen sich demonstrativ zu bestimmten Freund:innen, andere stehen allein am Rand. Sie brechen den Streit: „Wir hören jetzt jede Meinung nacheinander und suchen eine Lösung, die für alle tragbar ist.“ Es wird diskutiert, es gibt Tränen und beleidigtes Schweigen, doch am Ende stehen Zimmerlisten an der Tür.

Am dritten Tag beim Strandspaziergang wirkt die Gruppe gelöster. Fatima fragt: „Wer hilft mir, die Drachen auszupacken?“ Sofort kommen Jamal und Minh. „Ich halte, du rennst“, schlägt Jamal vor. Als Amina stolpert, ist Sofia sofort da: „Komm, ich geh mit dir langsam zurück.“ Es wird viel gelacht, Kinder warten aufeinander. Beim Abendessen fragt Youssef: „Kann ich morgen mit dir im Kanu sitzen, Leon?“ Der nickt: „Klar, du lenkst, ich paddel.“ Erste feste Bezugspersonen unter den Kindern werden sichtbar.

Zwei Tage später läuft vieles wie von selbst. Beim Kanu-Ausflug übernimmt Leon die Rolle des Anführers: „Ich check die Schwimmwesten.“ Fatima achtet darauf, dass alle Sonnencreme haben. Als ein Kanu kentert und Daniel nass und wütend ist, sagt Minh: „Ist doch nicht schlimm, wir probieren’s nochmal. Diesmal mach ich vorne.“ Die Kinder trösten sich, lachen über Missgeschicke und freuen sich gemeinsam über gelungene Wendemanöver. Rollen sind erkennbar: einige organisieren, andere motivieren, manche beobachten, alle finden ihren Platz.

Am letzten Abend beim Lagerfeuer im Garten ist es stiller als sonst. „Ich will gar nicht, dass das zu Ende ist“, sagt Amina leise. Youssef starrt in die Flammen: „Wer spielt dann mit mir Switch, wenn wir wieder zuhause sind?“ Es werden Nummern auf Zettel geschrieben, manche Kinder wirken plötzlich wieder unsicher. Beim Packen am nächsten Morgen kommt es zu kleinen Spannungen: „Du hast doch gesagt, du schickst mir die Fotos!“, erinnert Sofia Leon. Abschiedsumarmungen, Tränen, ein letztes Winken vor dem Bus.

Zurück in der Einrichtung spricht die Gruppenleitung Sie an: „Auf der Freizeit war so viel los in der Kindergruppe – vom Fremdeln bis zu echten Freundschaften und wieder Abschied. Für das Team wäre es hilfreich, diese typischen Entwicklungen besser im Blick zu haben. Bitte gestalten Sie für jede Phase ein übersichtliches Inhaltsposter mit typischen Situationen aus der Dänemark-Fahrt und konkreten Ideen, wie Fachkräfte und Praktikant:innen in diesen Momenten unterstützend handeln können. Die Poster sollen bei der Vorbereitung der nächsten Ferienfreizeit im Teamraum hängen.“

Auf diesem Bild sehen wir eine realistische Darstellung aus einem Zeltlager am See, passend zur beschriebenen Situation im Grundlagentext. Die Umgebung ist grün, im Hintergrund sieht man den ruhigen See und ein paar Zelte am Rand der Wiese. Die Szene zeigt eine Gruppe von Kindern im Alter von etwa 9 bis 12 Jahren mit ihren Rucksäcken und Schlafsäcken. Sie stehen dicht beisammen, teils etwas verloren, was auf ihren Gesichtern gut ablesbar ist. 

Im Vordergrund steht eine der Fachkräfte, wahrscheinlich Frau Nguyen, die den Kindern einen ruhigen und vertrauensvollen Eindruck vermitteln möchte. Sie wirkt aufmerksam und liebevoll, bereit, den Kindern zuhören, ihnen Sicherheit zu geben und den Start ins gemeinsame Abenteuer zu erleichtern.

Leila, ein Mädchen mit blonden Haaren, klammert sich an ihren Schlafsack und sieht etwas unsicher und schüchtern aus, als würde sie sich am liebsten sofort zu jemandem Vertrauten setzen oder jemanden um Schutz bitten. Ihre Körperhaltung ist geschlossen, ihre Arme halten den Schlafsack ganz fest. Ein Junge, vermutlich Mateo, steht dicht bei der Fachkraft und sucht deren Nähe, um sich sicherer zu fühlen. Ein weiteres Kind, vermutlich Noah, schaut etwas skeptisch und unsicher zu einer anderen Gruppe, vielleicht überlegt er, ob er tatsächlich mit den anderen Kindern ein Zelt teilen möchte.

Die Kinder verteilen sich in kleinen Gruppen, Blicke und Körperhaltung zeigen Zurückhaltung, Unsicherheit und leichte Nervosität. Manche Kinder schauen zu Boden oder zu anderen Kindern, manche tuscheln leise miteinander. Insgesamt sieht man deutlich, dass sich die Gruppe noch in der Anfangsphase – der so genannten **Forming-Phase** – befindet. Die Kinder kennen sich kaum, es besteht eine gewisse Unsicherheit, wer welche Rolle einnehmen wird und wie sich der weitere Aufenthalt gestaltet.

Diese Szene veranschaulicht auf realistische Weise den Moment am ersten Nachmittag, wo die Gruppe noch nicht zusammengewachsen ist. Die Erwachsene im Bild sieht man in einer begleitenden, motivierenden Rolle – sie versucht, die Kinder zu ermutigen, sich zu öffnen und sich gegenseitig kennenzulernen. Die Zelte, der See und das grüne Ufer im Hintergrund runden das Bild des Ausflugsziels perfekt ab.

**Schlüsselmerkmale dieses Moments:**
- Anfangsunsicherheit und Zurückhaltung
- Suche nach Nähe zu Vertrauten (z.B. Erwachsene oder bekannte Kinder)
- leise Anspannung, wenig Kommunikation untereinander, geringe Gruppenbindung
- Körperlich geschlossene, unsichere Haltung

**Bedeutung:**
Diese Phase ist entscheidend, damit sich in den folgenden Tagen ein Gruppengefühl und gegenseitiges Vertrauen entwickeln können. Die begleitenden Fachkräfte spielen hier eine wichtige, unterstützende Rolle.
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📋Arbeitsauftrag - Expertenphase

Da das Thema arbeitsteilig mit der Methode des Gruppenpuzzles erarbeitet wird, beschäftigt sich jede Gruppe zunächst nur mit einer Phase des Gruppenmodells nach Bernstein und Lowy.


1. Finden Sie sich in Ihrer Gruppe zusammen, die Einteilung erfolgt durch die Lehrkraft.

2. Informationen erschließen

  • Lesen Sie zunächst den Grundlagentext zum Aufbau des Modells aufmerksam durch.
  • Recherchieren Sie anschließend eigenständig im Internet zu Ihrer zugeteilten Phase. Nutzen Sie dabei geeignete und vertrauenswürdige Quellen, um Ihr Verständnis zu vertiefen und zusätzliche Informationen zu gewinnen.

3. Zentrale Informationen strukturieren

  • Werten Sie die wichtigsten Informationen aus Ihrer Recherchephase aus.
  • Nutzen Sie dafür die vorbereitete Tabelle und tragen Sie die passenden Inhalte in die vorgegebenen Kategorien ein. Die Tabelle hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Merkmale Ihrer Phase übersichtlich zu erfassen und als Grundlage für Ihr Informationsplakat zu nutzen.

4. Informationsplakat erstellen

  • Gestalten Sie anschließend im Zeichenfeld ein übersichtliches Informationsplakat zu Ihrer Phase.
  • Nutzen Sie dafür die wichtigsten Ergebnisse aus Ihrer Tabelle.
  • Das Plakat soll so gestaltet sein, dass andere Gruppen die Phase schnell verstehen können.
  • Beachten Sie dabei die unten stehende Checkliste.

📋 Checkliste für das Informationsplakat

Inhalt

Name der Phase

Typische Merkmale der Phase

Zuordnung zur Situation aus dem Fallbeispiel

Eine mögliche Unterstützung durch eine pädagogische Fachkraft

Darstellung

Übersichtliche Struktur

Gut lesbare Stichpunkte

Passende visuelle Gestaltung (z. B. Symbol, Skizze oder kleine Zeichnung zur Phase)

Grundlagentext

Definition des Modells der Gruppenentwicklung

Das Modell der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy beschreibt die typischen Abschnitte, die eine Gruppe während ihrer Entwicklung durchläuft. Diese Gruppenphasen sind charakteristisch für die Veränderungen in den Beziehungen, Rollen und Arbeitsweisen der Gruppenmitglieder. Das Modell bietet eine strukturierte Sichtweise darauf, wie sich Gruppen von der anfänglichen Orientierung bis zur stabilen Zusammenarbeit entwickeln.

Bedeutung des Gruppenprozesses

Der Gruppenprozess ist ein zentraler Aspekt in der Gruppenpädagogik, da er die Dynamik innerhalb einer Gruppe abbildet. Er zeigt, wie sich die Interaktionen und das Verhalten der Mitglieder im Laufe der Zeit verändern. Für pädagogische Fachkräfte ist es wichtig, diesen Prozess zu verstehen, um die Gruppe gezielt zu unterstützen und zu begleiten. Eine fundierte Kenntnis der Gruppenphasen ermöglicht es, auf die Bedürfnisse der Gruppe in den jeweiligen Entwicklungsstadien einzugehen und ihre Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Anzahl der Phasen im Modell

Bernstein und Lowy identifizieren in ihrem Modell fünf Phasen der Gruppenentwicklung. Jede dieser Phasen stellt einen spezifischen Abschnitt dar, in dem sich die Gruppe weiterentwickelt und neue Dynamiken entstehen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jede Gruppe jede Phase gleich lange durchläuft und dass ein Rückfall in vorherige Phasen möglich ist. Diese Flexibilität im Modell unterstreicht die Vielfalt und Dynamik von Gruppenprozessen und die Notwendigkeit einer individuellen Betrachtung jeder Gruppe.

Zusammenfassend bietet das Modell der Gruppenentwicklung nach Bernstein und Lowy eine wertvolle Grundlage für das Verständnis und die Begleitung von Gruppenprozessen in der pädagogischen Praxis. Die Kenntnis dieser Phasen hilft, die Entwicklung von Gruppen gezielt zu unterstützen und zu fördern.

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Gruppe 1: Orientierungsphase

Kategorie Notizen aus dem Grundlagentext
typische Verhaltensweisen
Rolle und Positionen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft
Beispiel aus der Lernsituation

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Gruppe 2: Machtkampfphase

Kategorie Notizen aus dem Grundlagentext
typische Verhaltensweisen
Rolle und Positionen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft
Beispiel aus der Lernsituation

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Gruppe 3: Vertrautheitsphase

Kategorie Notizen aus dem Grundlagentext
typische Verhaltensweisen
Rolle und Positionen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft
Beispiel aus der Lernsituation

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Gruppe 4: Differenzierungsphase

Kategorie Notizen aus dem Grundlagentext
typische Verhaltensweisen
Rolle und Positionen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft
Beispiel aus der Lernsituation

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Gruppe 5: Abschluss- und Trennungsphase

Kategorie Notizen aus dem Grundlagentext
typische Verhaltensweisen
Rolle und Positionen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft
Beispiel aus der Lernsituation

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🧑🏼‍🏫Musterlösung für die Lehrkraft

Orientierungsphase

Kategorie Musterlösung
typische Verhaltensweisen Unsicherheit, Zurückhaltung, steife Körperhaltung, kaum Gesprächsbereitschaft
Rolle und Positionen Noch keine festen Rollen; Mitglieder beobachten einander
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft Kennenlernspiele vorschlagen, Fragen stellen, Ermutigung zu kleinen Beiträgen
Beispiel aus der Lernsituation Kinder sitzen am ersten Abend steif auf den Sofas, kaum Gespräche, Lina fragt leise nach den Namen der anderen

Machtkampfphase

Kategorie Musterlösung
typische Verhaltensweisen Konflikte, Rollenverteilung, Einflussnahme, Diskussionen
Rolle und Positionen Erste Rollenverteilung; einige Kinder versuchen, Dominanz zu zeigen
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft Konflikte moderieren, alle Meinungen anhören, tragbare Lösungen finden
Beispiel aus der Lernsituation Streit bei der Zimmereinteilung; Leon will mit Jamal ins Zimmer, Konfliktlösung durch Moderation

Vertrautheitsphase

Kategorie Musterlösung
typische Verhaltensweisen Vertrauen, effektive Zusammenarbeit, Unterstützung untereinander
Rolle und Positionen Erste feste Bezugspersonen entstehen, Rollen sind klarer
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft Unterstützung bei der Bildung von Freundschaften und bei gemeinsamen Aktivitäten
Beispiel aus der Lernsituation Strandspaziergang: Kinder helfen sich gegenseitig, Youssef fragt Leon nach gemeinsamer Kanufahrt

Differenzierungsphase

Kategorie Musterlösung
typische Verhaltensweisen Rollenübernahme, Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen, selbstständiges Handeln
Rolle und Positionen Klare Rollenverteilung, Kinder übernehmen Verantwortung
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft Förderung der Selbstständigkeit, Unterstützung bei der Rollenfindung
Beispiel aus der Lernsituation Kanu-Ausflug: Leon checkt Schwimmwesten, Fatima sorgt für Sonnencreme, Kinder trösten sich

Abschluss- und Trennungsphase

Kategorie Musterlösung
typische Verhaltensweisen Traurigkeit, Unsicherheit über die Zukunft, Abschied nehmen
Rolle und Positionen Auflösung der Gruppenrollen, verstärkte individuelle Orientierung
Verhalten und Aufgabe der pädagogischen Fachkraft Unterstützung beim Abschied, Ermutigung zur Kontaktpflege
Beispiel aus der Lernsituation Lagerfeuer: Amina äußert, dass sie nicht möchte, dass es endet; Kinder tauschen Nummern aus
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📋Arbeitsauftrag - Präsentationsphase

Gallery Walk

Die Informationsplakate werden im Raum aufgehängt oder digital präsentiert.

Arbeitsauftrag

  1. Lesen Sie die Informationsplakate der anderen Gruppen aufmerksam.
  2. Achten Sie besonders darauf, welche Merkmale für die jeweilige Phase der Gruppenentwicklung typisch sind.
  3. Notieren Sie während des Rundgangs in der Tabelle zu jeder Phase ein wichtiges Merkmal, das Ihnen besonders auffällt.


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🧑🏼‍🏫Hinweise für die Lehrkraft

Methode: Gallery Walk

  • Ziel: Beim Gallery Walk werden Arbeitsergebnisse (z. B. Plakate) im Raum ausgestellt. Die Lernenden bewegen sich durch den Raum und betrachten die Ergebnisse der anderen Gruppen. Dadurch lernen sie verschiedene Perspektiven und Lösungsansätze kennen.
  • Ablauf: Die Lernenden gehen einzeln oder in kleinen Gruppen von Station zu Station und beschäftigen sich mit den ausgestellten Ergebnissen.
  • Struktur: Legen Sie eine feste Zeit pro Station fest und geben Sie ggf. eine Reihenfolge vor, damit sich die Gruppen gleichmäßig im Raum verteilen.
  • Arbeitsauftrag: Geben Sie den Lernenden klare Beobachtungs- oder Feedbackaufträge (z. B. Notizen machen).
  • Sicherung: Planen Sie am Ende eine kurze Auswertung im Plenum ein, in der zentrale Erkenntnisse gesammelt und besprochen werden.


Phase der Gruppenentwicklung Wichtiges Merkmal
Orientierungsphase
Machtkampfphase
Vertrautheitsphase
Differenzierungsphase
Abschluss- und Trennungsphase
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💭Reflexion der Gruppenarbeit

Denken Sie noch einmal über die Zusammenarbeit in Ihrer Arbeitsgruppe während der heutigen Stunde nach.

Ordnen Sie Ihre Gruppenarbeit einer Phase der Gruppenentwicklung zu.

Welche Phase trifft Ihrer Meinung nach am besten zu?

Begründen Sie Ihre Entscheidung mithilfe typischer Merkmale der einzelnen Phasen und notieren Sie Ihre Gedanken unten.

✏️Hier ist Platz für Ihre Gedanken.