Kurzgeschichten
Zielsetzung: Das Lernziel des Arbeitsblattes ist das detaillierte Leseverständnis einer Kurzgeschichte über ein ausgewähltes Thema und die Fähigkeit, spezifische Informationen, Handlungsabläufe und emotionale Reaktionen zu erfassen und zu analysieren.
Inhalte und Methoden: Das Arbeitsblatt präsentiert eine ausgewählte Kurzgeschichte. Die Methoden umfassen Multiple-Choice-Fragen zur Überprüfung des Textverständnisses sowie offene Fragen, die eine detailliertere Beschreibung der Schritte, Reaktionen und gemeisterten Herausforderungen erfordern.
Kompetenzen:
- Leseverständnis (Erfassen von Informationen aus einer Erzählung und Verständnis des Handlungsverlaufs)
- Entnahme spezifischer Informationen (Schritte, Probleme, Lösungen)
- Analyse von Emotionen und Reaktionen der Charaktere
- Schriftlicher Ausdruck (Formulieren von Antworten auf offene Fragen)
- Problemlösungskompetenz (indirekt, durch Nachvollziehen der Problemlösung der Protagonistin)
Zielgruppe und Niveau:
Deutschlernende auf B2-Niveau
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Target group and level
Deutschlernende auf B2-Niveau
Subjects
Kurzgeschichten


Wozu Kurzgeschichten?
Kurzgeschichten bieten eine kompakte und abwechslungsreiche Form der Literatur, die es ermöglicht, sich schnell in ein Thema einzufinden und es zu verstehen. Durch die Kürze der Geschichten könnt ihr die gesamte Handlung erfassen, ohne euch von einer zu langen und komplexen Struktur überwältigt zu fühlen. Außerdem bieten Kurzgeschichten oft tiefgründige Themen und interessante Charaktere, die zur Diskussion anregen und kritisches Denken fördern. Der Einsatz von Kurzgeschichten kann die Sprachfähigkeiten verbessern. Zudem wird die Kreativität und Vorstellungskraft durch die oft offenen Enden und Interpretationsmöglichkeiten angeregt. Kurzgeschichten sind also ein wertvolles Werkzeug, um sowohl das Leseverstehen als auch die Kommunikationsfähigkeiten zu stärken.
Der Wettlauf mit der Zeit 🕰️
Anna saß an ihrem Schreibtisch, umgeben von ausgedruckten Lebensläufen und zerknitterten Notizen. Die Bewerbungsfrist für ihr Traumpraktikum näherte sich rasend schnell. In nur wenigen Tagen würde die Chance, einen Fuß in die Tür der renommiertesten Marketingagentur der Stadt zu setzen, vorbei sein. Die Gedanken von Anna kreisten wie ein Wirbelsturm, aber sie wusste, dass es an der Zeit war, sich zu fokussieren.
Bevor sie den nächsten Schritt machte, überprüfte sie ihre Unterlagen. Der Lebenslauf war auf dem neuesten Stand, das Anschreiben formuliert und jede Referenz doppelt geprüft. Trotzdem spürte sie einen Kloß im Hals. "Alles muss perfekt sein", dachte sie. Die Angst vor einem Fehler oder einer verpassten Gelegenheit war stark und ließ sie nicht los.
In der letzten Woche hatte Anna alle freien Minuten genutzt, um sich auf diesen Moment vorzubereiten. Sie hatte unzählige Stunden damit verbracht, über ihre Stärken und Schwächen nachzudenken und das richtige Maß an Professionalität und persönlichem Flair zu finden. Das Bewerbungsschreiben, das sie verfasst hatte, war ihr Meisterwerk. Nun mussten diese Dokumente nur noch rechtzeitig ihr Ziel erreichen.
Während sie auf ihren Bildschirm starrte, war ihr klar, dass die Zeit drängte. "Heute ist der letzte Tag für die Bewerbung", dachte sie nervös. Die Uhr tickte unaufhörlich weiter und sorgte dafür, dass jede Sekunde an Bedeutung gewann. Anna konnte die Bewerbungsfrist förmlich spüren, als würde sie ihr ins Ohr flüstern.
Mit einem leichten Zittern in den Händen öffnete sie ihr E-Mail-Programm. Sie las ihren Entwurf noch einmal durch, um jeden Satz zu überprüfen. Dann tippte sie die Adresse der Agentur ein und speicherte ihre Dateien im Anhang. "Es ist jetzt oder nie", flüsterte sie sich selbst zu und klickte auf "Senden". Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte sie, als die Nachricht erfolgreich versendet wurde.
Um den Gedankenfluss zu beruhigen, ging Anna in die Küche und machte sich eine Tasse Tee. Sie wusste, dass sie jetzt nichts mehr ändern konnte und versuchte, ihre Gedanken zu lenken. Langsam und geduldig, wie das Ziehen des Tees, konnte sie fühlen, wie ihr Stress sich zu einer sanften Ruhe wandelte.
Nachdem sie ihre Bewerbung abgeschickt hatte, wurde Anna bewusst, dass sie alles gegeben hatte. Auch wenn die Zukunft ungewissen bleiben würde, war sie stolz auf sich selbst. Sie hatte die Herausforderung gemeistert und versprach sich, die nächste Gelegenheit mit ebenso viel Mut und Entschlossenheit anzugehen.