Wundversorgung: Traumatische und chirurgische Interventionen nach einem Sturz

Wundversorgung: Traumatische und chirurgische Interventionen nach einem Sturz

Zielsetzung: Das übergeordnete Lernziel ist die Befähigung zur professionellen Beurteilung und Versorgung von traumatischen sowie chirurgischen Wunden im Kontext eines Sturzereignisses. Die Lernenden sollen die Verknüpfung zwischen klinischer Dokumentation, Pathophysiologie und praktischem Handeln meistern, um strukturierte Behandlungsalgorithmen für die Pflegepraxis abzuleiten.

Inhalte und Methoden: Das Arbeitsblatt nutzt ein fallbasiertes Szenario, um den Transfer von der Theorie in die Praxis zu üben. Die Inhalte umfassen die Analyse von Dokumenten (Arztbrief, Pflegeplanung, Überleitungsbogen), die Pathophysiologie von Frakturen, Schürfwunden und Hämatomen sowie die systematische Wundversorgung. Als Methoden kommen zum Einsatz:

  • Dokumentenanalyse: Extraktion gesundheitsrelevanter Daten aus realitätsnahen Unterlagen
  • Recherchegestützte Gruppenarbeit: Vertiefung physiologischer Heilungsprozesse
  • Visualisierung: Zuordnung von Wundtypen anhand von Bildmaterial
  • Algorithmendesign: Ableitung einer logischen Handlungsabfolge (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) für die Wundversorgung in Partnerarbeit

Kompetenzen:

  • Fachkompetenz: Verständnis der Wundheilungsphasen und die korrekte Identifikation unterschiedlicher Wundarten
  • Methodenkompetenz: Fähigkeit, aus komplexen Informationen einen strukturierten Handlungsplan (Algorithmus) zu entwickeln
  • Analysekompetenz: Fachgerechte Interpretation medizinischer und pflegerischer Dokumente zur Ableitung von Mobilitätseinschränkungen und Pflegebedarfen
  • Sozialkompetenz: Kooperative Problemlösung und Ergebnissicherung im Rahmen von Partner- und Gruppenarbeiten

Zielgruppe und Niveau:

Berufsschule

Hinweis: Zur Bearbeitung der Gruppenarbeit wird Zugang zum Internet benötigt.

JR
KU
LY
MB

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Target group and level

Auszubildende im Pflegeberuf

Subjects

Health and Social Care

Wundversorgung: Traumatische und chirurgische Interventionen nach einem Sturz

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Sturzfolgen und Pathophysiologie

Arbeitsauftrag: Lesen Sie sich die Ihnen vorliegenden Dokumentationsunterlagen des Patienten / der Patientin sorgfältig durch (z. B. Sturzereignisprotokoll, Arztbrief, Überleitungsbogen, Pflegeplanung).

Sturzereignisprotokoll

Datum und Uhrzeit des Ereignisses: 10. Mai 2024, 09:45 Uhr
Ort des Ereignisses: Schlafzimmer der Patientin/des Patienten
Name der Patientin/des Patienten: Frau Schröder

Beschreibung des Vorfalls:
Frau Schröder stolperte beim Verlassen des Bettes über eine hervorstehende Teppichkante im Schlafzimmer. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte auf die rechte Körperseite. Dabei hörte sie ein deutliches Knacken im Bereich des rechten Oberschenkels und verspürte sofort starke Schmerzen. Die Patientin war nach dem Sturz bei Bewusstsein, jedoch sichtlich desorientiert und klagte zusätzlich über Schmerzen im rechten Handgelenk sowie sichtbare Abschürfungen an Unterarm und Hüfte. Die Pflegefachkraft wurde direkt informiert und leitete umgehend Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der Rettungsdienst wurde benachrichtigt und traf innerhalb weniger Minuten ein.

Erste Maßnahmen:

  • Lagerung der Patientin in stabiler Seitenlage
  • Ruhigstellung des rechten Beins und Arms
  • Beruhigung der Patientin und Überprüfung der Vitalparameter
  • Versorgung der Abschürfungen mit sterilen Kompressen
  • Benachrichtigung des Rettungsdienstes und Übergabe der Patientin

Arztbrief

Patient:in: Frau Schröder
Geburtsdatum: 23. Februar 1946
Anlass der Behandlung: Sturz über Teppichkante mit Fraktur und traumatischen Verletzungen

Befunde:
Frau Schröder wurde nach einem häuslichen Sturz mit Verdacht auf Fraktur in die Notaufnahme eingeliefert. Klinisch zeigten sich eine geschlossene Fraktur des rechten Oberschenkelhalses, eine distale Radiusfraktur rechts sowie multiple Prellungen und Schürfwunden an Unterarm und Hüfte. Röntgenologisch konnten die Frakturen bestätigt werden. Die Patientin berichtet über starke Schmerzen am Oberschenkel und Handgelenk, die Beweglichkeit ist eingeschränkt.

Diagnosen:

  • Fraktur des rechten Oberschenkelhalses
  • Distale Radiusfraktur rechts
  • Multiple Prellungen und Schürfwunden

Behandlung und Therapie:
Die Oberschenkelfraktur wurde operativ mittels Hüftendoprothese versorgt. Die Radiusfraktur wurde mit einer Gipsschiene stabilisiert. Schmerztherapie erfolgte mit Analgetika nach ärztlicher Verordnung. Die Schürfwunden wurden gereinigt und steril verbunden. Physiotherapie zur Mobilisation des Beines und Armes ist eingeleitet.

Empfehlungen für die Pflege:

  • Regelmäßige Überprüfung der Operationswunde und der Gipsschiene
  • Unterstützung bei der Körperpflege und Mobilisation
  • Konsequente Schmerzbeobachtung und Gabe der verordneten Analgetika
  • Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr

Überleitungsbogen

Patient:in: Frau Schröder
Diagnosen: Fraktur des rechten Oberschenkelhalses, distale Radiusfraktur rechts, multiple Prellungen und Schürfwunden
Behandlung: Operative Versorgung der Oberschenkelfraktur, Stabilisierung der Radiusfraktur mit Gipsschiene, Schmerztherapie

Pflegebedarf:
Frau Schröder benötigt umfassende Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation, Toilettengängen und beim An- und Auskleiden. Aufgrund der Frakturen ist eine Mobilisation nur unter Anleitung und mit Hilfsmitteln möglich. Die Patientin muss regelmäßig auf Schmerzen, Hautveränderungen und Anzeichen von Komplikationen überwacht werden.

Besondere Hinweise:

  • Sturzrisiko weiterhin erhöht, daher besondere Vorsicht bei Transfers und Bewegungen
  • Regelmäßige Kontrolle von Operationswunde und Gips
  • Hautpflege zur Vermeidung von Dekubitus
  • Beobachtung auf Zeichen einer Infektion

Pflegeplanung

Ziel:
Erhalt und Förderung der Mobilität und Selbstständigkeit von Frau Schröder trotz Frakturen, Schmerzlinderung und Unterstützung des Heilungsprozesses, Vermeidung weiterer Stürze.

Maßnahmen:

  • Schmerzmanagement: Regelmäßige Gabe der verordneten Schmerzmittel, Beobachtung auf Schmerzintensität und Nebenwirkungen
  • Mobilisation: Assistenz beim Positionswechsel, Mobilisation mit Gehhilfe unter Anleitung, Physiotherapie nach ärztlicher Anordnung
  • Haut- und Wundpflege: Tägliche Kontrolle der Operationswunde und des Gipses auf Druckstellen, sterile Versorgung der Schürfwunden, Hautpflege zur Dekubitusprophylaxe
  • Unterstützung bei der Körperpflege und beim Ankleiden
  • Sturzprävention: Entfernung von Stolperfallen wie Teppichkanten, Beratung zur Nutzung von Gehhilfen
  • Förderung der Selbstständigkeit: Motivation zu leichten Eigenaktivitäten, angepasste Bewegungsübungen
  • Evaluation: Wöchentliche Überprüfung der Pflegeplanung und Anpassung auf den Heilungsverlauf und die Bedürfnisse von Frau Schröder

Arbeitsauftrag Partnerarbeit: Entnehmen Sie alle relevanten Informationen stichpunktartig zur aktuellen gesundheitlichen Situation.

Hier finden Sie Platz für Ihre Notizen.

Verdeutlichen Sie: Welche Mobilitätseinschränkungen ergeben sich konkret infolge des Sturzes und der anschließenden Interventionen? (Begründen Sie mit dem Frakturtyp und dem Heilungsverlauf.)

Füllen Sie die Tabelle passend zur Aufgabe aus.

MUSTERLÖSUNG FÜR DIE LEHRKRAFT!!!

Stichpunktartige Übersicht: Aktuelle gesundheitliche Situation von Frau Schröder

  • Sturzereignis am 10. Mai 2024, 09:45 Uhr im Schlafzimmer über eine Teppichkante.
  • Verlust des Gleichgewichts, Sturz auf die rechte Körperseite.
  • Akutes Knacken im rechten Oberschenkel, sofort starke Schmerzen.
  • Nach dem Sturz: Patientin bei Bewusstsein, aber desorientiert.
  • Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit im rechten Oberschenkel und rechten Handgelenk.
  • Sichtbare Abschürfungen an rechtem Unterarm und rechter Hüfte.
  • Versorgung: Erste Hilfe durch Pflegefachkraft (stabile Seitenlage, Ruhigstellung, Wundversorgung, Vitalparameterkontrolle).
  • Rettungsdienst informiert und Übernahme der Patientin.
  • Klinische Diagnosen nach Einlieferung:
    • Geschlossene Fraktur des rechten Oberschenkelhalses.
    • Distale Radiusfraktur rechts.
    • Multiple Prellungen und Schürfwunden.
  • Röntgenologische Bestätigung der Frakturen.
  • Operative Versorgung der Oberschenkelfraktur mit Hüftendoprothese.
  • Stabilisierung der distalen Radiusfraktur mit Gipsschiene.
  • Schmerztherapie mit Analgetika.
  • Sterile Versorgung der Schürfwunden.
  • Einleitung von Physiotherapie zur Mobilisation.

Mobilitätseinschränkungen infolge des Sturzes und der Interventionen

  • Durch die Fraktur des rechten Oberschenkelhalses ist die Mobilität massiv eingeschränkt:
    • Der Oberschenkelhals ist Teil des Hüftgelenks, das wesentlich für das Gehen und Stehen ist.
    • Solche Frakturen führen zu starker Schmerzsymptomatik und Funktionsverlust im betroffenen Bein.
    • Nach operativer Versorgung mit Hüftendoprothese ist die Belastbarkeit des Beines zunächst sehr eingeschränkt.
    • In der Akutphase ist die Mobilisation nur unter Anleitung und mit Hilfsmitteln (z. B. Gehhilfen) möglich.
    • Eigenständiges Aufstehen oder Gehen ist nicht möglich; Transfers und Lagewechsel sind nur mit Unterstützung sicher durchführbar.
  • Die distale Radiusfraktur rechts führt zu:
    • Einschränkung der Beweglichkeit und Belastbarkeit der rechten Hand und des Unterarms.
    • Einschränkungen bei alltäglichen Aktivitäten (z. B. Ankleiden, Körperpflege, Essen).
    • Die Gipsschiene schränkt die Funktion der rechten Hand zusätzlich ein.
  • Weitere Mobilitätseinschränkungen:
    • Schmerzen, Prellungen und Schürfwunden an Unterarm und Hüfte erhöhen die Unsicherheit und erschweren Bewegungen.
    • Erhöhtes Sturzrisiko nach dem Ereignis, daher sind alle Bewegungen und Transfers nur unter besonderer Vorsicht und Anleitung möglich.
  • Heilungsverlauf:
    • Die Heilung der Frakturen, insbesondere nach Hüftendoprothese und mit Gipsruhigstellung des Armes, erfordert Wochen bis Monate.
    • Physiotherapie ist zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und zur Vermeidung von Komplikationen (z. B. Muskelabbau, Kontrakturen) notwendig.
    • Die vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Mobilität ist häufig nicht zu erwarten, insbesondere im höheren Lebensalter und nach Oberschenkelhalsfraktur.

Begründung:
Der Bruch des Oberschenkelhalses gilt als typische Immobilitätsfraktur im Alter. Die operative Versorgung verbessert die Prognose, erfordert aber eine längere, schrittweise Mobilisation mit Hilfsmitteln. Die gleichzeitige Radiusfraktur rechts behindert zusätzlich die Nutzung von Gehhilfen und die Selbstständigkeit im Alltag. Die Kombination beider Frakturen und die erforderlichen Interventionen führen somit zu einer deutlichen, vorübergehenden bis dauerhaften Einschränkung der Mobilität und Selbstständigkeit.

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Gruppenarbeit - Recherche

Der Patient / die Patientin hat sich bei dem Sturz eine Fraktur sowie weitere traumatische Verletzungen zugezogen (Schürfwunden, Hämatome).

  1. Erläutern Sie arbeitsteilig in Ihrer Gruppe die Pathophysiologie der drei Hauptverletzungen, die vorliegen, in Stichpunkten:
  • Fraktur: Beschreiben Sie kurz den Prozess der Frakturheilung (welche Phasen gibt es?) und nennen Sie pflegerische Maßnahmen, die diesen Prozess fördern können.
  • Schürfwunden: Erklären Sie kurz, welche Hautschichten betroffen sind, und wie diese Wunde physiologisch heilt.
  • Hämatome (Blutergüsse): Beschreiben Sie kurz die Entstehung und den natürlichen Abbauprozess eines Hämatoms.

Recherchieren Sie, falls nötig!

Fraktur

Schürfwunden

Hämatome

Arbeitsauftrag: Formulieren Sie (möglichst konkret) maximal drei ergänzende Wissensfragen zur Situation des Bewohners / der Bewohnerin, die Sie im Expert:innengespräch (Plenum) klären möchten. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Ergebnisse und die formulierten Wissensfragen dem Plenum vorzustellen.

Wissensfragen

MUSTERLÖSUNG FÜR DIE LEHRKRAFT!!!

Pathophysiologie und Heilungsprozess der drei Hauptverletzungen

Fraktur: Frakturheilung und pflegerische Maßnahmen

Pathophysiologie:

  • Frakturen entstehen durch Krafteinwirkung (z. B. Sturz) auf den Knochen.
  • Besonders ältere Menschen mit Osteoporose sind gefährdet, selbst bei geringer Gewalteinwirkung.
  • Typische Frakturzeichen sind Schmerzen, Schwellung, Hämatome, Fehlstellung, Funktionseinschränkung und abnorme Beweglichkeit.

Phasen der Frakturheilung:

  1. Entzündungsphase (ca. 1. Woche):
    • Blutung im Frakturbereich, Hämatombildung.
    • Entzündungszellen bauen Gewebstrümmer ab.
  2. Reparationsphase (ca. 2.–6. Woche):
    • Bildung von weichem Kallus (Faserknorpel), der später zu hartem Kallus (Geflechtknochen) mineralisiert.
  3. Remodellierungsphase (Monate bis Jahre):
    • Umbau des Geflechtknochens zu stabilem Lamellenknochen.
    • Anpassung der Knochenstruktur an die Belastung.

Pflegemaßnahmen zur Förderung der Frakturheilung:

  • Frühzeitige und regelmäßige Mobilisation nach ärztlicher Anordnung zur Vermeidung von Thrombose und Muskelatrophie.
  • Kontrolle von Operationsgebiet und Gips auf Durchblutung, Schwellung, Schmerzen und Druckstellen.
  • Unterstützung bei Körperpflege und Mobilisation, ggf. mit Gehhilfen.
  • Konsequentes Schmerzmanagement (regelmäßige Gabe der verordneten Analgetika und Beobachtung auf Nebenwirkungen).
  • Dekubitusprophylaxe durch regelmäßige Lagewechsel und Hautpflege.
  • Sturzprophylaxe durch Beseitigung von Stolperfallen und Beratung zur Nutzung von Hilfsmitteln.

Schürfwunden: Betroffene Hautschichten und Heilung

Pathophysiologie:

  • Schürfwunden sind oberflächliche mechanische Verletzungen der Haut.
  • Betroffen sind die Epidermis und ggf. die oberste Schicht der Dermis.
  • Ursache ist meist ein Sturz oder Reibung auf einer rauen Oberfläche.

Physiologischer Heilungsprozess:

  1. Exsudations- oder Reinigungsphase:
    • Blutung und Reinigung der Wunde, Abwehrzellen entfernen Fremdkörper und Keime.
  2. Proliferations- oder Granulationsphase:
    • Neubildung von Granulationsgewebe (Gefäßreich, tiefrot, feuchtglänzend), Defekt wird aufgefüllt.
  3. Regenerations- oder Epithelisierungsphase:
    • Neue Hautzellen wandern vom Wundrand zur Mitte, Hautbarriere wird wiederhergestellt.

Besonderheiten:

  • Die Heilung ist meist unkompliziert, da keine tiefen Gewebeschichten betroffen sind.
  • Ein feuchtwarmes Wundmilieu fördert die Heilung.
  • Störfaktoren können z. B. Infektionen, Druck, Austrocknung oder bestimmte Grunderkrankungen sein.

Hämatome (Blutergüsse): Entstehung und Abbau

Pathophysiologie:

  • Ein Hämatom entsteht durch Verletzung kleiner Blutgefäße (meist infolge stumpfer Gewalt, z. B. Sturz).
  • Blut tritt in das umliegende Gewebe aus.
  • Sichtbar als bläulich-rote, später gelblich-grüne Verfärbung.

Abbauprozess:

  • Zunächst Verfärbung durch Hämoglobin.
  • Im Verlauf enzymatischer Abbau des Blutes: Hämoglobin → Biliverdin → Bilirubin.
  • Daher typische Farbveränderung während der Abheilung.
  • Das Hämatom wird langsam resorbiert.
  • Lokale Kühlung, Schonung und vorsichtige Mobilisation können den Abbau unterstützen.

Ergänzende Wissensfragen zur Situation von Frau Schröder

  1. Welche speziellen Risiken bestehen bei Frau Schröder aufgrund ihres Alters und ihrer Grunderkrankungen für Komplikationen bei der Frakturheilung (z. B. verzögerte Heilung, Infektionen)?
  2. Wie oft und mit welchen Methoden sollte die Kontrolle der Operationswunde und des Gipses bei Frau Schröder erfolgen, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen?
  3. Welche Maßnahmen zur Sturzprävention können im häuslichen Umfeld von Frau Schröder zusätzlich umgesetzt werden, um zukünftige Stürze zu vermeiden und ihre Selbstständigkeit zu fördern?

Arbeitsauftrag: Verbinden Sie die Begriffe mit den passenden Bildern.

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Handlungsplan

Arbeitsauftrag Partnerarbeit - Algorithmus ableiten: Leiten Sie einen allgemeinen Algorithmus (eine logische Abfolge von Handlungsschritten) für die Versorgung einer einfachen, primär heilenden, chirurgischen Wunde (wie aus dem Fallbeispiel) ab. Besprechen Sie Ihre Ergebnisse anschließend.

  • Denken Sie an die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbereitung.

Vorbereitung

Durchführung

Nachbereitung

MUSTERLÖSUNG FÜR DIE LEHRKRAFT!!!

Vorbereitung

  • Benötigte Materialien (z. B. sterile Handschuhe, Kompressen, Tupfer, Desinfektionsmittel, Verbandmaterial, Abwurfbehälter) auf einer desinfizierten bzw. sterilen Arbeitsfläche bereitlegen und auf Vollständigkeit überprüfen.
  • Patient:in über die geplante Maßnahme informieren.
  • Fenster und Türen schließen, Besucher:innen aus dem Patient:innenzimmer bitten.
  • Patient:in je nach Wundlokalisation angemessen positionieren.
  • Patient:innenbett auf eine rückenschonende Arbeitshöhe bringen, störende Kleidungsstücke entfernen, auf Wahrung der Intimsphäre achten und ggf. Sichtschutz aufstellen.

Durchführung

  • Hygienische Händedesinfektion durchführen.
  • Unsterile Einmalhandschuhe anziehen.
  • Alten Wundverband vorsichtig entfernen und im Abwurfbehälter entsorgen.
  • Handschuhe abwerfen, erneute Händedesinfektion, frische unsterile Handschuhe anziehen.
  • Wunde sorgfältig inspizieren (Beurteilung auf Rötung, Schwellung, Exsudat, Heilungsverlauf).
  • Wunde und Wundumgebung mit geeignetem Hautdesinfektionsmittel desinfizieren (bei primär heilenden, aseptischen Wunden meist Sprühdesinfektion).
  • Mit sterilem Tupfer/Kompresse den Wundrand von innen nach außen trocknen und mögliche Blut- und Exsudatreste entfernen.
  • Falls notwendig, Fäden oder Klammern mit sterilem Instrument entfernen (je nach ärztlicher Anordnung).

Nachbereitung

  • Wunde erneut desinfizieren.
  • Sterilen Wundverband bzw. Schnellverband anlegen.
  • Patient:in beim Ankleiden unterstützen und in eine bequeme Position bringen.
  • Nach dem Befinden und den Bedürfnissen der Patient:in erkundigen.
  • Gebrauchte Materialien sachgerecht entsorgen, ggf. Instrumente der Wiederaufbereitung zuführen.
  • Abschließende hygienische Händedesinfektion durchführen.
  • Wundinspektionsergebnisse, ggf. Faden- oder Klammerzug, Verbandwechsel und Besonderheiten in der Pflegedokumentation mit Handzeichen dokumentieren.