Inhaltsfeld Medien: Medientheorie und Partizipation
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Description
Zielsetzung: Das übergeordnete Lernziel ist die theoriegeleitete und reflexive Auseinandersetzung mit dem digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit sowie die Stärkung von Medienkompetenz und Urteilsfähigkeit. Die Lernenden dekonstruieren Mechanismen digitaler Informationsverbreitung (Prosumer-Rolle, Algorithmen, Filterblasen, Desinformation), erarbeiten kriteriengeleitete Prüfstrategien für Geltungsansprüche und wägen Chancen und Risiken digitaler Partizipation für die demokratische Willensbildung multiperspektivisch ab.
Inhalte und Methoden: Das Arbeitsblatt führt über die historische Gegenüberstellung klassischer Push-Medien und moderner Plattformarchitekturen in den medialen Wandel und das Phänomen des „Prosumers“ ein. Anhand eines realitätsnahen Social-Media-Szenarios (virales Falschzitate-Video) entwickeln die Lernenden einen dreistufigen Kriterienkatalog zur Verifikation von Geltungsansprüchen (Wahrheit, Kontextualisierung, Absicht). Ein fundierter Fachtext dient anschließend als Grundlage für strukturierte Analyse- und Erörterungsaufgaben: Die Lernenden dekonstruieren die Funktionslogik von Algorithmen und Desinformation und evaluieren das Zusammenspiel individueller Nutzerverantwortung mit institutionellen Kontrollinstanzen. Den Abschluss bildet ein dialektischer Kurzessay zu einer Kontroverse über politische Willensbildung versus Gefährdung gesellschaftlicher Verantwortung im Netz.
Kompetenzen:
- Medienanalyse- und Dekonstruktionskompetenz: kriteriengeleite Untersuchung und Differenzierung von medialen Darbietungsformen, algorithmischen Steuerungsmechanismen sowie strategischen Manipulationsstrategien (Fake News, Framing)
- Prüf- und Methodenkompetenz (Fact-Checking): eigenständige Entwicklung und methodische Anwendung von Prüfverfahren zur Validierung von Informationsquellen und Geltungsansprüchen vor deren Weiterverbreitung
- Urteils- und Argumentationskompetenz: strukturierte schriftliche Positionierung (Kurzessay) zu medientheoretischen und demokratiepolitischen Thesen unter stringenter Einbindung theoretischer Begrifflichkeiten
- Demokratie- und Partizipationskompetenz: Reflexion über die eigene Verantwortung als Rezipient:in und Produzent:in („Prosumer“) im Rahmen der digitalen Öffentlichkeit und des demokratischen Diskurses
Zielgruppe und Niveau: Leistungskurs