Res cogitans vs. Res extensa - Der cartesianische Dualismus

Res cogitans vs. Res extensa - Der cartesianische Dualismus

Zielsetzung: Ziel ist das Kennenlernen des cartesianischen Dualismus und die kritische Analyse des Leib-Seele-Problems. Die Lernenden vergleichen die Substanzentrennung mit einer weiteren Theorie und bewerten deren Relevanz für moderne Technologien wie KI und Neuro-Enhancement.

Inhalte und Methoden: Das Arbeitsblatt vermittelt Grundbegriffe und analysiert Descartes’ Substanzenlehre (res cogitans vs. res extensa). Methodisch werden das Interaktionsproblem und Gegenentwürfe durch Fallarbeit, Gehirn-Simulationen und Diskussionen zu Virtual Reality erschlossen. Die Ergebnissicherung erfolgt über Tabellen, Mindmaps und Argumentationen.

Kompetenzen:

  • Fach- & Analysekompetenz: Unterscheidung philosophischer Strömungen sowie Dekonstruktion der Kategorien „Denken“ und „Ausdehnung“ in ihrem historischen Kontext
  • Transferkompetenz: Anwendung historischer Positionen auf anthropologische Fragen des digitalen Zeitalters (z. B. Identität im Metaverse)
  • Urteilskompetenz: Kritische Reflexion dualistischer Theorien und Entwicklung einer fundierten eigenen Position zum Verhältnis von Bewusstsein und Materie

Zielgruppe und Niveau:

Grundkurs Philosophie

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Target group and level

Grundkurs

Subjects

EthicsPhilosophy

Res cogitans vs. Res extensa - Der cartesianische Dualismus

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René Descartes und die Trennung der Welt

Einstieg & Begriffsdefinitionen

Bevor wir uns Descartes widmen, müssen wir das Spielfeld klären. Das Leib-Seele-Problem fragt: Wie verhalten sich das Mentale (Geist/Seele) und das Physische (Körper/Materie) zueinander?

Zentrale Begriffe

  • Dualismus: die Annahme, dass Geist und Materie zwei völlig unterschiedliche Substanzen sind
  • Monismus: die Annahme, dass alles in der Welt auf ein einziges Prinzip oder eine Substanz zurückzuführen ist
  • Materialismus (Form des Monismus): die Ansicht, dass nur Materie existiert: Geistige Zustände sind lediglich Prozesse der Materie (z. B. Hirnströme).
  • Reduktionismus: der Versuch, komplexe Phänomene (wie Bewusstsein) vollständig durch einfachere, physische Prozesse zu erklären
Das Bild veranschaulicht auf anschauliche Weise die Theorie des Substanzdualismus von René Descartes und greift dabei alle im Grundlagentext genannten Begriffe und Konzepte auf.

**Linke Bildhälfte – „Res cogitans“ (die denkende Substanz):**
Hier ist eine schematische Darstellung eines menschlichen Kopfes zu sehen, bei dem das Gehirn leuchtend hervorgehoben ist. Im Hintergrund sorgt eine diffuse Lichtaura für einen immateriellen, nicht-körperlichen Eindruck. Die Schlüsselwörter „Geist“, „Bewusstsein“ und „Freier Wille“ sind im Gehirnbereich abgebildet und lassen die klassischen Fähigkeiten der res cogitans erkennen. Das Wort „UNTEILBAR“ erscheint präsent, um auf die Unteilbarkeit und Immateriellität des Geistes hinzuweisen. Ein englischer Hinweis „Buans no physical boundaries“ verdeutlicht zusätzlich, dass diese Substanz keine physischen Grenzen kennt.

**Rechte Bildhälfte – „Res extensa“ (die ausgedehnte Substanz):**
Der menschliche Körper wird anatomisch und mechanistisch dargestellt: Ein Teil besteht aus Muskeln, ein anderer Teil ist transparent und zeigt Zahnräder und mechanische Komponenten, was die Maschinentheorie des Körpers symbolisiert. Begriffe wie „Körper“, „Materie“, „Maschine“ und „Mechanische Naturgesetze“ sind präsent. Die Ausdehnung und Teilbarkeit des Körpers wird mit „TEILBAR“ hervorgehoben. Auch das Rastermuster betont die physische, messbare Ausdehnung.

**Zentrale Verbindung – Zirbeldrüse:**
In der Bildmitte sind die Köpfe von Geist und Körper gespiegelt. Zwischen ihnen findet sich die Zentrierung auf die **Zirbeldrüse** – als leuchtender Knotenpunkt gekennzeichnet – mit der Beschriftung „Verbindung von Körper und Geist“. Hier laufen Pfeile zusammen und zeigen den Versuch, die Interaktion zwischen den beiden Substanzen zu erklären.

**Unterer Bildrand – Leib-Seele-Problem:**
Ein goldgerahmtes Banner mit der Aufschrift „Das Leib-Seele-Problem“ fasst zusammen, dass diese Theorie tiefgreifenden Einfluss auf die philosophische Diskussion über die Natur des Bewusstseins hat.

**Fazit:**
Das Bild stellt Descartes‘ Substanzdualismus übersichtlich und didaktisch dar, indem es die wichtigsten Begriffe des Textes exakt aufgreift und visualisiert: Die Trennung und gleichzeitig die Verbindung von Geist (res cogitans, unteilbar, immateriell) und Körper (res extensa, teilbar, materiell), die besondere Rolle der Zirbeldrüse als Verbindungsstelle sowie das zentrale philosophische Problem, das Leib-Seele-Problem.
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Ein Gegenentwurf zur Substanzentrennung

Eine alternative Perspektive

Im Gegensatz zu Descartes’ Modell stehen Theorien, die von einer grundlegenden Einheit ausgehen. Diese Ansätze lehnen die Vorstellung ab, dass es eine separate, vom Körper losgelöste Seele gibt.

Nach dieser Auffassung werden alle mentalen Erlebnisse (Gefühle, Gedanken, Bewusstsein) nicht als Wirken einer geistigen Substanz, sondern als untrennbarer Teil der physischen Welt betrachtet. Geistige Zustände sind hierbei fest an körperliche oder materielle Prozesse gebunden. Wenn die körperliche Basis aufhört zu existieren, gibt es nach dieser Sichtweise auch kein Bewusstsein mehr. Anstatt zwei getrennter Welten wird hier von einem Zusammenhang ausgegangen, in dem Geist und Körper eine untrennbare Einheit bilden.

📝 Aufgabe 1 - Vergleich

📝 Aufgabe 2 - Transfer

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📋 Aufgabe 1

📋 Aufgabe 2